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Winterhilfe Afghanistan

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Überblick über eine informelle Flüchtlingssiedlung in Kabul

Die afghanische Hauptstadt platzt aus allen Nähten. Fünf Millionen leben hier, dreimal so viel wie noch im Jahr 2000. Zehntausende haben sich in und um Kabul in informellen Siedlungen niedergelassen. Sie leben hier auf engstem Raum in provisorischen Hütten, die Dächer bestehen nur aus dünnen Blechen oder Planen.

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Charahi Qambar, informelle Siedlung in Kabul

Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser, denn die Siedlungen sind nicht an die Infrastruktur der Stadt angeschlossen. Wegen der schlechten hygienischen Bedingungen verbreiten sich Krankheiten wie Typhus oder Atemwegs- und Durchfallerkrankungen schnell.

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Familie mit krankem Sohn im offenen Hof einer Lehmunterkunft in der Flüchtlingssiedlung

Im Winter fallen die Temperaturen auch hier unter null Grad. Doch die Behausungen sind zugig und kalt, es gibt nur wenig Heizmaterial. Ob beim Kochen oder um sich zu waschen: für warmes Wasser wird mit allen Mitteln improvisiert.

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Kleines Mädchen in einer Flüchtlingssiedlung in Kabul

In der Siedlung Sabzi Baghrami lebt die kleine Ayesha. Sie ist das jüngste von sechs Kindern, erst 4 Jahre alt. Ihre Mutter Mariyam ist mit den Kindern aus der Provinz Nangarhar geflohen, nachdem ihr Mann dort wegen einer Familienfehde festgenommen wurde.

Ihre Unterkunft ist klein. Die Lehmbehausung besteht aus einem Raum für alle, der Fußboden ist gestampfte Erde. "Wir haben keine Toiletten hier", erzählt uns die Mutter. "Die Notdurft müssen wir draußen erledigen. Für Frauen ist das nur nachts möglich."

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Iliyas, junges Kind sammelt Lumpen in einer informellen Siedlung in Kabul

Ein richtiges Einkommen hat die Familie nicht, weil der Vater fehlt. Deshalb muss Mariyam ihre Söhne losschicken. Die Jungen durchforsten den Müll und sammeln Lumpen. Sie suchen Verwertbares, das sie selbst nutzen oder verkaufen können.

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Jungen im Flüchtlingscamp in Kabul beim Sammeln von Lumpen für den Lebensunterhalt

Die Jungen versuchen damit die Familie zu ernähren. Barfuß oder in ausgetretenen Latschen machen sie sich auf den Weg. Auf den bevorstehenden Winter ist niemand von ihnen vorbereitet.

Helfen Sie jetzt.

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Mädchen im Flüchtlingscamp in Afghanistan schleppt Wasserkanister

Mehr als die Hälfte der Siedlungsbewohner sind Kinder unter 16 Jahren. Doch mit Kindheit hat ihr Leben längst nichts mehr zu tun. Maria floh mit ihren Eltern, nachdem ihr Dorf in der Provinz Kapisa von den Taliban angegriffen wurde. Dort ging sie gern zur Schule. "Das geht jetzt nicht mehr, weil meine Eltern das nicht bezahlen können", sagt sie. Nun muss sie der Familie dabei helfen den Alltag hier zu bewältigen und auf ihre Geschwister aufpassen.

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Doch trotz dieser Umstände wollen die Wenigsten zurück in die Heimat.

"Die Regierung fordert uns auf zurückzukehren: Doch wozu? Um dort von den Taliban getötet zu werden? Oder ihnen beizutreten? Beides sind keine Optionen, deshalb bleiben wir hier", sagt Mohammad Khan.

Er kommt aus Kandahar, wo die Taliban ihn bei einem Angriff misshandelten. Hände und Beine hat er dabei verloren. Nun lebt er hier mit seinen Kindern unter einem notdürftigen Dach. Schnee oder Regen wird es nicht standhalten.


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Eine familie in einem offenen Hof und angrenzender Lehmbehausung in einer informellen Siedlung in Kabul

Auch für Jenat ist eine Rückkehr ausgeschlossen. In der Heimat hat die Taliban ihren Mann getötet und sie fürchtet dort auch jetzt noch um ihr Leben.

Hier in der Siedlung sind die Bedingungen nicht weniger schwierig. Dem Winter sind sie und ihre Kinder ausgesetzt. Für ihren chronisch kranken Sohn wird das besonders bedrohlich.

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So helfen wir in Afghanistan

► Wir helfen den Bewohnern, mit Decken, Kleidung oder Heizmaterial über den Winter zu kommen.

Wir bieten medizinische Versorgung in 21 von rund 60  Siedlungen in Kabul.

Mit unseren zwei Gesundheitsstationen und drei mobilen Kliniken erreichen wir so etwa 38.000 Menschen.

So können Sie helfen


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